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Stellungnahmen (Auswahl)
15.08.2016, 18:53 Uhr | LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 15.08.2016
 
Aktive Beteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren
Die Beteiligung von Seniorinnen und Senioren an Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen ist in Berlin hoch und als Folge des demografischen Wandels steigt ihr Anteil an den Wahlberechtigten.
LSV Statements zu den Berliner Wahlen 2016 - Pressemitteilung vom 15.08.2016 - Mitglieder für die eigene Interessenvertretung können künftig dank dem im Juni novellierten Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz auch per Briefwahl im kommenden Jahr vorgeschlagen werden. „Aufgrund der neuen aufwändigen Gestaltung des Wahlverfahrens erschrecken die dazugehörigen Kostenprognosen und die Berichte aus den Bezirken über den Personalbedarf für die Durchführung der Seniorenwahlen. Es hätte sicher günstigere Wege gegeben, dennoch freut uns, dass nunmehr Geld für mehr Teilhabe der älteren Menschen zur Verfügung steht“, sagt Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin: "Wir hoffen, damit ein Stück vorangekommen zu sein, dass der §71 des SGB XII (Altenhilfe) von einer freiwilligen in eine gesetzlich vorgeschriebene Leistung aufgewertet wird.“

Bislang engagieren sich bis zu 17 Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter pro Bezirk auf Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes insbesondere für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und unterstützen Seniorinnen und Senioren in den Bereichen Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität, ÖPNV, Pflege, Gesundheit, Verbraucherschutz, Selbsthilfe oder Ehrenamt. Sie arbeiten mit Verwaltung, Politik, bezirklichen Initiativen sowie Netzwerken zusammen und stehen im regelmäßigen Austausch mit lokalen Seniorenorganisationen.

Am 22. Mai 2006 wurde erstmals gesetzlich verankert, die aktive Beteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern, die Erfahrungen und Fähigkeiten zu nutzen, die Beziehungen zwischen den Generationen zu verbessern, die Solidargemeinschaft weiterzuentwickeln sowie den Prozess des Älterwerdens in Würde und ohne Diskriminierung unter aktiver Eigenbeteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren zu gewährleisten.